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In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag Juli 2008 Drucken E-Mail
Bewertung: / 13
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Zum Wildbad Burgbernheim und zum Langskeller   

Steinach (Bahnhof) - Tiefenbachtal - Wildbad - Langskeller - Teufelshäusle - Rolandseiche - Steinach Bahnhof)

 .v

Weglänge: 9 km.

Reine Gehzeit: 2,5 bis 3 Stunden.

Anfangs- und Endpunkt: Bahnhof Steinach. Bahnstrecke 920. Würzburg - Ansbach - Treuchtlingen. Die Bahnstrecke wird stündlich befahren. Auch von Neustadt (Aisch) her gibt es eine direkte Zugverbindung nach Steinach. Von Nürnberg kann man (z.B. mit dem VGN Tagesticket Plus) über Neustadt (Aisch) oder über Ansbach nach Steinach fahren.

Karte: Topografische Karte Naturpark Frankenhöhe 1: 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamts München oder Fritsch Wanderkarte Bayrisch Franken Landkreis Ansbach Blatt Nord im gleichen Maßstab.

Gelände: Der größte Teil der Wanderung verläuft im Wald. Beim Bierkeller geht es eine steile Treppe hinunter und wieder hinauf. Sonst nur sanfte Steigungen.

Empfohlene Jahreszeit: Sehr schön im April (Waldblumenblüte!) und Mai. Zum Besuch des Bierkellers kommt z.B. der 1.Mai oder der Himmelfahrtstag sehr gut in Betracht.

Sehenswertes:

Wildbad Burgbernheim: Das Wildbad wurde schon seit dem frühen Mittelalter zu Heilzwecken genutzt. Die heutige Gaststätte ist ein massiver zweigeschossiger Bau von 1621 mit Fachwerkobergeschoss. Das 1789 errichtete Markgrafenschlösschen ist nicht zugänglich.

Westmittelfranken und die Frankenhöhe wurden auf dieser Seite bisher etwas stiefmütterlich behandelt, obwohl nicht wenige Besucher von Franken-Wanderungen Wandervorschläge aus dieser Region gewünscht haben. Dabei ist diese Region durchaus reich an Naturschönheiten, genannt seien nur das Steinbachtal bei Rothenburg, die Region um Bad Windsheim und Ipsheim, der Petersberg, der Hahnenkamm und das fränkische Seenland. Zunächst soll hier die Region um Steinach und Burgbernheim mit einer Wanderung vorgestellt werden.

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Abb. 1: Frühling Im Tiefenbachtal

Sie führt uns durch das liebliche Wiesental des Tiefenbachs in die großen Laubwälder im Bereich des Wildbads Burgbernheim. Unter Eichen und Buchen blühen von April bis in den Mai hinein weiße und gelbe Anemonen und andere Frühjahrsblüher. Der Bärlauch ist in großen Beständen vorhanden und verbreitet seinen würzigen Geruch.

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Abb. 2: Obstwiesen bei Burgberheim

Bis zum Wildbad sind wir etwa eine Stunde unterwegs. Die Quellen beim Wildbad wurden schon seit dem hohen Mittelalter zu Heilzwecken genutzt. Bereits Kaiser Lothar II. ließ im Jahr 1128 das Heilwasser in seine Residenzen nach Nürnberg bringen, ebenso später Kaiser Karl IV. 1487 wurde das erste Badhaus mit 30 Zimmern und einer Badstube errichtet. Fürsten und Königinnen weilten hier zur Kur. Die Markgrafen von Bayreuth und Ansbach haben das tief im Wald gelegene Bad weiter ausgebaut und genutzt. Das Wasser der Quellen galt als segensreich bei Augenerkrankungen.

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Abb. 3: Bauerngarten beim Bahnhof Steinach.

Nach dem letzten Krieg war das Wildbad noch Kneippkurstätte. Heute ist dort nur noch ein normaler Gasthof zu finden. In ihm kann man gut bürgerlich essen. Interessanter ist es, vor allem wenn man im Freien eine Einkehr halten will, noch bis zum Langskeller bei Burgbernheim weiter zu marschieren. Er ist einer der letzten echten Felsenkeller, wie sie früher in Westmittelfranken häufiger zu finden waren, insbesondere auch hier am Rand der Frankenhöhe. Man sitzt auf zwei Terrassen schattig unter Bäumen und hat einen Ausblick in besonntes Land.

Nach der Stärkung im Keller muss man auf einer Treppe bergauf einige Kalorien abbauen. Dann erreicht man das Teufelshäusle, eine um einen Baum herum gebaute Aussichtskanzel, die sicher für mitwandernde Kinder eine Attraktion darstellt. Über die Rolandseiche steigt man dann auf hübschen Waldpfaden zum Bahnhof Steinach hinunter.

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 Abb. 4: Das uralte Wildbad Burgbernheim

Wegbeschreibung:

Am Bahnhof Steinach halten wir uns nach rechts und laufen am Gasthof Sämann vorbei durch die Bahnhofstraße bis zur B 470. An dieser gehen wir nach rechts durch die Bahnunterführung. 40 m nach dieser überqueren wir vorsichtig die Bundesstraße zu dem dort links abbiegenden Weg hin. Sofort wenden wir uns aber wieder nach rechts und laufen nun nahe dem Bahndamm der Strecke nach Rothenburg. Dann taucht die Markierung „Rotes Kreuz“ auf, der wir bis Wildbad folgen werden. Es geht neben dem Gleis an einer Hecke entlang, an einem Jägerstand vorbei und dann etwas bergab über einen Bach hinweg. Bei einem Bahnübergang erreicht man einen breiteren Weg, an dem man nach links einbiegt (Wegweiser nach Wildbad). Bei einer Gabelung nach einigen Minuten folgen wir links wieder einem Wegweiser nach Wildbad. Der Tiefenbach wird überquert. Der befestigte Weg wird mit der Zeit zum Grasweg. Er verläuft am Waldrand,führt dann in den Wald hinein und dort an einem Bach entlang. Zusätzlich zu der Markierung „Rotes Kreuz“ begleitet uns auch das Wegzeichen „Vogel“. Eine Waldstraße wird erreicht, wir gehen geradeaus. Etwa 100 m danach führt uns unsere Markierung „Rotes Kreuz“ bei einem Verkehrsverbotsschild geradeaus (rechts) auf einfacherem Weg weiter. In einem Bachgrund geht es leicht ansteigend zum Wildbad Burgbernheim.

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Abb. 5: Das Teufelshäusle ist eine um eine Eiche herumgebaute Aussichtsplattform

Man läuft bereits 10 m vor dem Eingang der Gastwirtschaft nach links auf einem Weg mit einer Lampe in Richtung eines Wohnhauses weiter. Ein Stück vor diesem geht man dann nach rechts und steigt auf einer Treppe hinauf zu einem geteerten Parkplatz. An diesem laufen wir für ungefähr 15 m nach rechts und gehen am hinteren Ende des Parkplatzes in einen unbefestigten Waldweg hinein. Wir erblicken hier ein Täfelchen „Vogel“. Der Weg steigt leicht an. Wir überqueren einen breiteren Weg und steigen auf dem Weg geradeaus bergan, an dem sich seitlich Steinstufen befinden. Gerade geht es oben auf einem besseren Waldweg weiter. Nach etwa 200 m zeigt rechts ein Wegweiser zu einem Pavillon, wir wandern hier aber geradeaus in Richtung Burgbernheim weiter. Nahe einer Autostraße erreichen wir eine Wegkreuzung. Hier gehen wir auf einem Waldpfad geradeaus weiter, nun von der Markierung „Grüner Strich“ (und weiteren Zeichen) geleitet. Nach ungefähr 200 m halten wir uns mit dem Zeichen „Grüner Strich“ nach links; ein Wegweiser zeigt bereits zum Langskeller. Wir kommen auf einem etwas unebenen und manchmal feuchten Pfad zu einem besseren Weg an der Hangkante hin. Für ein kleines Stück gehen wir auf diesem nach links und erblicken dann einen Wegweiser rechts zum Langskeller. Auf Treppen gelangen wir zu diesem hinunter.

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Abb. 6: Die Treppe führt zum Bierkeller

Anschließend steigen wir die Treppe wieder hinauf und halten uns oben an der Hangkante nach rechts. Wir folgen nun für längere Zeit der Grünstrichmarkierung. sie führt uns zunächst zum Teufelshäusle. Hier geht es mit der Markierung nach links weiter. Wir erreichen dann das obere Ende einer Skiabfahrt. Hier schwenkt unser markierter Weg nach links, wir folgen der häufig angebrachten Markierung. Nach einiger Zeit schwenkt der Weg noch etwas mehr nach links, doch folgt dann bald eine scharfe Rechtskurve. Nun laufen wir im Wald auf einem Pfad hinunter und erreichen an der Rolandseiche eine Bank und einen breiteren Waldweg.

An diesem gehen wir nur für wenige Meter nach rechts und biegen dann links in den Waldweg ein, an dem ein gelber Wegweiser nach Steinach zeigt. Ein ausgefahrener Waldpfad wird geradeaus überquert. Man gelangt zu einer Waldstrasse und geht hier mit den Markierungen „Grüner Strich“ und „Roter Schlüssel“ nach links bergab. Die Markierungen gehen dann wieder rechts weg und führen zum Bahngleis hinunter, an dem entlang wir zum Ausgangspunkt bei der Steinacher Bahnunterführung hinkommen, Wir können ebenso gut auch auf dem Waldsträßchen in Richtung Steinach bleiben, das uns bergab zum Waldende und über eine Wiese zu der Bahnunterführung von Steinach hinbringt.

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Abb. 7: Ausblick vom Langskeller

 Einkehrtipp für die Waldwanderung an der Frankenhöhe

Langskeller Burgbernheim

Der sehr ruhit gelegene Sommerkeller ist auch an heißen Tagen angenehm kühl. Man erhält Kellerbrotzeiten, das Bier stammt vom Landwehrbräu Rothenburg. An Sonn- und Feiertagen gibt es auch Kafee und Kuchen.

Öffnungszeiten: Vom 1.Mai bis September. Mittwochs und samstags ab 16 Uhr, sonn- und feiertags ab 14 Uhr geöffnet. An Himmelfahrt evtl. schon ab Vormittag Kellerbetrieb. Bitte beachten: Der Keller hat nur bei gutem Wetter geöffnet.

Telefon: 09843-95920 (Kloha).

 

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