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In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag Feb. 2006 Drucken E-Mail
Bewertung: / 11
SchlechtSehr gut 

Eine alte Burg, Steinbrüche und Wacholderhänge im Altmühltal

 

Bahnhof Pappenheim - Übermatzhofen - Zimmern – Hollerstein - Dreilinden - Pappenheim - Dietfurt -Treuchtlingen

 

Weglänge: 13 km.

Reine Gehzeit: 3 1/2 bis 4  Stunden.

Anfangspunkt: Bahnhof Pappenheim. Bahnstrecke Treuchtlingen – Eichstätt – Ingolstadt. Regionalexpresshalt in 60- bis 90-minütigem Abstand. Ab Nürnberg Fahrzeit etwa eine Stunde; teilweise Umsteigen in Treuchtlingen erforderlich.

Endpunkt: Bahnhof Treuchtlingen. Direkte Verbindungen stündlich nach Nürnberg und Ansbach-Würzburg.

Gelände: Überwiegend ebene Talwege. Zwei kurze steile Anstiege und ein schmaler Pfad am Wacholderhang können (z.B. bei Schnee und Eis im Winter) mit einer Alternativroute vermieden werden. Wanderschuhe mit Profilsohle sind zu empfehlen.

Karte: Fränkisches Seenland/Naturpark Altmühltal des Bayerischen Landesvermessungsamts im Maßstab 1: 50 000.

Empfohlene Jahreszeit: Besonders schön im Spätherbst. Auch als Winterwanderung, ggf. mit der unten besprochenen Abwandlung der Strecke, empfehlenswert.

Sehenswertes:

Pappenheim: Pappenheim war bis zur Napoleonzeit Residenzstadt der Grafschaft Pappenheim. Davon zeugen die gewaltige Burgruine oberhalb des Städtchens aus dem 12. Jahrhundert (geöffnet - mit Eintrittsgeld- von Ostern bis zum 1.November), das Alte Stadtschloss im Renaissancestil und das klassizistische Neue Schloss. Auch zwei Kirchen in Pappenheim sind besuchenswert, nämlich die Pfarrkirche mit Pappenheimgräbern und die kleine auf das 9. Jahrhundert zurückgehende St. Galluskiche mit Resten gotischer Wandmalereien.

 

Das Altmühltal zwischen Treuchtlingen und Eichstätt ist wegen des Altmühlradwegs bei Radfahrern sehr beliebt. Bootsfahrer finden hier einen ruhigen Wanderfluss. Doch auch die Fußwanderer kommen im Tal der Altmühl auf ihre Kosten. Herrliche bewaldete Talhänge, Wacholderheiden und Felsriffe die auch Kletterer anlocken, formen eine abwechslungsreiche Landschaft.

Der Talwanderweg ist sehr schön, er empfiehlt sich insbesondere für den Spätherbst, wenn die Talhänge in den Herbstfarben leuchten und, da er bequem zu begehen ist, auch für winterliche Tage. In der übrigen Jahreszeit kann man als Fußgänger zwischen den zahlreichen Radlern sich nicht recht entspannen. Da empfiehlt es sich auf den neu angelegten und gut markierten Altmühl-Panoramaweg auszuweichen, der von Gunzenhausen bis Eichstätt führt. Für die Strecke von Treuchtlingen bis Eichstätt rechnet man zwei bis drei Tage.

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Abb. 1: Die Sonne durchdringt den Spätherbstnebel

 

Auch unsere Wanderung beginnt mit einem Steilanstieg vom Pappenheimer Bahnhof hinauf nach Übermatzhofen. Es ist der Weg, auf dem früher die Bewohner des Ortes zum Bahnhof Pappenheim gingen. Heute scheint er kaum mehr benutzt zu werden. Zwischen Übermatzhofen und Zimmern führt unser Wanderweg direkt durch einen noch in Betrieb befindlichen Steinbruch. Wertvolle Fossilien wurden immer wieder bei den Steinbrucharbeiten gefunden, vor allem bei Solnhofen, wo man sie in einem Museum bewundern kann. Die Plattenkalke des Altmühltals wurden vielfach für Terrassenbeläge und für die Eindeckung von Hausdächern verwendet. Wenn wir darauf achten, sehen wir in den Dörfern auf der Wanderung immer wieder solche schönen Steindächer.

Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der Weg von Zimmern bis Pappenheim. Wir gehen, wenn die Witterung es zulässt auf einem wunderbaren Höhenweg durch die Wacholderhänge oberhalb von Zimmern. Prächtige Buchen stehen am Weg. Ab Dreilinden, einem mit Bäumen bestandenen Bergssattel geht es dann zur Altmühl und nach Pappenheim hinunter. In dem hübschen Städtchen gibt es eine Menge zu sehen. Ein Besuch der gewaltigen Burgruine ist ebenso lohnend wie Gang zur urtümlichen Galluskirche. Wenn wir nach Natur- und Kulturgenuss Hunger verspüren, können wir in Pappenheim gut zu Mittag essen.

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Abb. 2: Neben dem Steinbruch steht noch der winterliche Fichtenwald

Die restlichen sieben Kilometer, meist in Flussnähe, sind eben und bequem zu gehen. Auch auf dieser Wegstrecke erwartet uns nochmals schönste Altmühllandschaft mit Buchenwald und im Herbst bunten Heckenreihen. Am Bahnknotenpunkt Treuchtlingen erreichen wir dann Züge in alle Richtungen.

 

 

Wegbeschreibung

Beim Bahnhof Pappenheim gehen wir (von Treuchtlingen her kommend) die Treppe hinunter, überqueren eine Straße bei einer Fußgängerampel und folgen für etwa 20 Meter der Langenaltheimer Straße. Wir sehen dann links einen Wegweiser nach Übermatzhofen und folgen diesem in den grasbewachsenen Weg, der hinter Industriehallen entlang geht. Immer geradeaus geht es nach Ende der Bebauung auf Wegspuren zwischen Äckern und Wiesen weiter und zum Wald hin. Im Wald laufen wir steil bergauf. Oben geht es auf einem Fußpfad zum Dorf Übermatzhofen hin.

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Abb. 3: Am "Panoramaweg" oberhalb von Zimmern

Bei alten Bäumen kommen wir zu einer Teerstraße, der wir bis zur nächsten Kreuzung gerade folgen. Dort biegen wir scharf nach links ab und wandern an dem Haus Nr. 71 und einer Zimmerei vorbei. Ab dem Ortsende ist die Straße nicht mehr geteert. Vor dem Steinbruch halten wir uns bei einer Gabelung links und gehen auf ein Betriebsgebäude im Steinbruchgelände zu. Mit einer Linkskurve verlässt unser Sträßchen den Steinbruchbereich. Auf der Erdstraße am Steinbruchzaun entlang kommt man zum Wald. Dem Wegweiser nach Pappenheim folgen wir hier nicht, vielmehr bleiben wir auf dem Sträßchen, das mit einer Rechtskurve bergab führt. Unten wird der Altmühltalweg erreicht. Wir wandern geradeaus über die Brücke und biegen nach dieser links in den Ort Zimmern ein.

Bei der nächsten Gabelung im Ort halten wir uns rechts und kommen zur Hauptstraße. An dieser laufen wir für 30 Meter nach rechts und sehen dann links eine Treppe und einen Wegweiser „Hollerstein 300 m“. Hier geht es bergan an einem Gartenzaun entlang und dann über eine kleine Treppe weiter. Auf der Wiese geht es in Serpentinen steil den Berg hinauf. Wir sehen die Zeichen „M/D“ und „Panoramaweg (E 8)“ .Wo der Wald beginnt, kurz vor der Felsgruppe am Hollerstein, geht es auf einem schmalen Fußweg scharf nach links weiter. Ein Wegweiser ist auch hier vorhanden. Der schmale Weg am steilen Wacholderhang wird später wieder breiter.  Kurz vor Erreichen einer kleinen von Zimmern kommenden Straße geht es auf dem Fußweg rechts am Hang eben weiter (Zeichen M/D und E 8). Man stößt bei dem Bergsattel Drei Linden auf das erwähnte Sträßchen.

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Abb. 4: Winterlicher Rauhreif bei "Drei Linden"

Wir folgen weiter unseren Markierungen, die uns auf dem zweiten nach rechts gehenden Sträßchen hinunterführen. Wenn man den Hang etwa zur Hälfte hinab gegangen ist, führen die Wanderzeichen scharf nach links in einen Waldweg hinein; dieser macht dann eine Rechtskurve. Zwei Wege werden geradeaus überquert; auf einem Fußpfad über eine Treppe kommt man zur Altmühl, die auf einer Holzbrücke überschritten wird. Geradeaus am Sportplatz vorbei gelangt man zum Sportheim, wo man nach rechts in die Stadt Pappenheim hineinwandert. An der Evangelischen Kirche vorbei erreicht man die Deisinger Straße und in dieser den Gasthof Sonne.

Geradeaus geht man weiter auf das Neue Schloss zu und biegt hier links in Richtung Burg ein. Bald allerdings schwenkt man wieder nach rechts ein und kommt zur Stadtmühle hin. Die Markierungen „M/D“ und „A“ begleiten uns auf dem Altmühltalradweg, dem wir nun längere Zeit folgen. Nach einem Wegstück durch eine Wohnstraße geht es wieder in die Altmühlwiesen hinaus. Am Hangfuß eines Buchenwalds ist man der Altmühl wieder nahe. Nach etwa 500 Metern in Flussnähe schwenkt der Radweg leicht nach links direkt zur Altmühl hin. An dieser Stelle ist die frühere Fortsetzung des Wanderwegs geradeaus Richtung Dietfurt ist nicht mehr begehbar. So laufen wir auf dem Radweg neben der Altmühl weiter und erreichen eine mehrbogige Unterführung unter der Bahnstrecke Eichstätt-Treuchtlingen. Wir gehen unter dem ersten Brückenbogen hindurch. Gleich bei den nächsten Brückenbögen verlassen wir den Radweg nach rechts und unterqueren nochmals die Bahngleise. Danach wandern wir zunächst nach links auf einem Grasweg parallel zur Bahnlinie und dann mit einer Rechtskurve ein Stück bergauf. Bei einer Einzäunung mit Tor stoßen wir wieder auf den alten Wanderweg und laufen nun nach links auf einem schönen Grasweg am Hang entlang. Dieser erreicht dann wieder das Radwegsträßchen. Dieses führt uns nach Dietfurt hinein.

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Abb. 5: Blick nach Pappenheim mit Burgruine

Dort achten wir weiter auf das Zeichen „Altmühltalradweg“.

Eine Brücke wird unterquert; unser Weg geht dann parallel zur Bundesstraße weiter.  Nach ungefähr fünf Minuten biegen wir links in einen breiten Feldweg ein, der mit einer Linkskurve zur Altmühl hinführt. Dort machen wir einen Rechtsschwenk und laufen nochmals rechts zu dem vor uns liegenden Wald hin. Hier halten wir uns links und beschreiten einen Heckenweg („Joggingweg“). Mit dem Zeichen „M/D“ kommen wir am Hangfuß entlang zu einer Brücke, die uns nach links nach Treuchtlingen hineinbringt. Geradeaus an der Stadthalle vorbei gelangen wir zu einer Kirche und gehen über einen kleinen Platz zu dem vor uns sichtbaren Türmchen des Rathauses weiter. Hier marschieren wir nach links in der Hauptstraße,die wir überqueren, bis zu einer Kreuzung, an der sich ein Brunnen und rechts ein Eiscafe befinden. Dort biegen wir rechts in die Bahnhofstraße ein und folgen ihr bis zu einer Gabelung vor einer weiteren Kirche. Hier laufen wir halblinks und dann geradeaus zum Bahnhof Treuchtlingen.

 

Variante für Wintertage mit Schnee und Eis

Bei schlechten Wegverhältnissen gehen wir vom Bahnhof Pappenheim bis Zimmern auf dem Geh- und Radweg. Zu diesem kommen wir hin, wenn wir mit dem Zug von Treuchtlingen ankommen und nach der Treppe links durch die Bahnunterführung gehen. Nach dieser biegen wir rechts in den stets gekennzeichneten Altmühltalradweg ein, der uns im Tal bis zur Brücke von Zimmern hinbringt.

Auch den schönen, aber steilen Hangweg zwischen Zimmern und Dreilinden werden wir bei schlechten Wegverhältnissen wohl vermeiden wollen. In diesem Fall laufen wir an der Hauptstraße in Zimmern nach links und gehen auf dieser durch den ganzen Ort bis zum Ende der Bebauung. Dort bei den letzten Häusern führt rechts ein kleines Sträßchen hinauf nach Dreilinden,

 

 

Einkehrtipp für die Altmühltalwanderung

 

Gasthof Zur Sonne, Deisinger straße 20 Pappenheim

In der Ortsmitte findet man den gediegenen Gasthof mit eigener Metzgerei, in der auch der Wanderer freundlich begrüßt wird. Solide Fleischspeisen aus der Metzgerei vom Rind und Schwein findet man ebenso auf der Karte wie gute Suppen und auch einige Fischgerichte und (wenig) Vegetarisches. Besonders zu loben sind die Speisen vom Lamm aus dem Altmühltal, darunter auch selten Angebotenes wie Lammleber oder Lammnockerln auf gedünsteten Gemüsen. Die angebotenen Wildgerichte stammen aus heimischer Jagd. Biere gibt es unter anderem von der Brauerei Wurm im nahen Bieswang.

Telefon: 09143-83140.

 

 

 

 

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