Startseite
Newsflash

In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag Mai 2006 Drucken E-Mail
Bewertung: / 3
SchlechtSehr gut 

Zur Ruine Schönrain in den Wäldern des Spessart

Gemünden - Massenbuch - Ruine Schönrain - Veitenmühle - Halsbach - Steinbach - Sendelbach - Lohr


Weglänge: 16,5 km.

Gehzeit: Mindestens 4 1/2 Stunden (bis Steinbach mindestens 3 1/4 Stunden).

Anfangspunkt: Bahnhof Gemünden. Stündlich ein Regionalexpress auf der Strecke Würzburg – Aschaffenburg. Zusätzlich noch Regionalbahnen auf der Strecke Treuchtlingen-Würzburg-Gemünden.

Endpunkt: Bahnhof Lohr. Stündliche Zugverbindung mit Regionalexpress auf der Strecke  Aschaffenburg – Würzburg.

Gelände: Abwechslungsreiches schönes Waldgelände, einige mittlere Anstiege.

 Karte: Wanderkarte Spessart Blatt Süd 1 : 50 000 des Landesvermessungsamts München.

Empfohlene Jahreszeit: Ganzjährig möglich; auch im Sommer, da meist im Schatten.

Sehenswertes:

Gemünden: Trotz starker Kriegszerstörungen im Jahr 1945 sind noch erhebliche Teile der Stadtbefestigung und die die alte Saalebrücke von 1598 erhalten. Die Stadtpfarrkirche ist ein spätgotischer Bau. Über dem Ort thront die große Burgruine Scherenburg.

Ruine Schönrain: Siehe Beschreibung im Text.

Steinbach: Die hübsche barocke Pfarrkirche wurde nach Plänen von Greising erbaut. Auftraggeber war Franz Ludwig von Hutten. Das Schloss der Freiherren von Hutten wurde ab 1725 nach Plänen Balthasar Neumanns erbaut. In der Mitte befindet sich ein Saalbau , an den vier Ecken Pavillons.

Lohr: Zahlreiche Sehenswürdigkeiten schmücken den Ort: Die mittelalterliche Stadtbefestigung, die in Teilen erhalten ist, das Mainzer Amtsschloss aus dem 16. Jahrhundert, das Rathaus von 1601 (ein dreigeschossiger Bau mit Treppenturm) und vor allem die Pfarrkirche St. Michael mit hervorragenden Grabdenkmälern der Grafen von Rieneck.  

 
Die Wanderung verbindet die beiden alten Mainstädtchen Gemünden und Lohr. Mittendrin im Wald versteckt liegt als reizvolles Wanderziel an einer Waldwiese die Ruine Schönrain. Sie ist gut erhalten, es überrascht, dass sie nur wenig besucht wird. Von einem Treppenturm aus, der bestiegen werden kann, hat man einen schönen Blick über das Maintal hinweg zu den Wäldern des Spessart. Trotz exponierter Lage handelt es sich bei der Schönrain ursprünglich nicht um eine Burganlage, sondern um ein früheres Frauenkloster, das bereits im Jahr 1080 vom berühmten Kloster Hirsau aus gegründet wurde. Einzelne Säulenkapitelle aus der frühen Romanik sind noch vorhanden. Nach Zerstörungen im Bauernkrieg wurde das Kloster aufgegeben. Die Grafen von Rieneck erwarben den Besitz und errichteten ein Amtshaus, dessen Wohnbau aus dem 16. Jahrhundert gut erhalten ist. Die letzte Gräfin Rieneck hatte auf Schönrain ihren Witwensitz. Sehr komfortabel hat sie da heroben bestimmt nicht gewohnt.

Image

Abb. 1: Gemünden am Main, überrgt von der Scherenburg

Vor und nach der Ruine führt uns unser Weg durch abwechslungsreiche Mischwälder. Ein weites Wiesental wird bei der Veitenmühle durchquert. In Halsbach wird uns vielleicht schon der Hunger packen, doch müssen wir noch bis Steinbach durchhalten, das wir auf dem Mainwanderweg erreichen Dort bietet sich uns eine recht angenehme Einkehrmöglichkeit. Bei gutem Wetter lassen wir uns auf der ruhigen Terrasse bewirten. Bis hierhin sind wir ja mehr als drei Stunden marschiert, so haben wir die Pause verdient..

Image

Abb. 2: Von viel Wald umgeben liegt an einer Waldwiese die Ruine Schönrain

Der Weiterweg nach Lohr ist nicht mehr sehr lang. Durch Sendelbach hindurch erreichen wir über die Mainbrücke hinweg die Stadt. Ein kleiner Stadtbummel bietet sich hier an. Am Marktplatz findet man einige nette Straßencafes. Zum Bahnhof müssen wir allerdings ab der Innenstadt nochmals 20 Minuten marschieren.

Image

Abb. 3: Der Turm der Ruine kann erstiegen werden

Wegbeschreibung

Am Bahnhof Gemünden folgen wir der Bundesstraße stadteinwärts auf eine Länge von etwa 800 Metern. Dann geht es halbrechts in die Altstadt hinein (Fußgängerzone). Am Marktplatz laufen wir nach rechts am Brunnen vorbei und erreichen dann das Ende der Fußgängerzone. Hier stoßen wir auf eine Autostraße, auf der wir geradeaus auf der alten Brücke die Saale überqueren. Gleich danach halten wir uns links und gehen nun geradeaus auf der Mainbrücke über den Main hinweg. Wir gelangen zur der Straße am jenseitigen Mainufer.

Image

Abb. 4: Fenster mit spätgotischen "Vorhangbögen" und Sitzbänken

Hier wenden wir uns nach links und folgen der Straße für etwa 300 Meter (nicht schon vorher rechts einbiegen!). Dann sehen wir rechts eine Waldstraße, die schräg den Hang hinaufführt. Dieser - sie ist „weiß-rot-weiß“ markiert- folgen wir nun durch Wald immer bergauf und oben durch Felder bis hin zum Dorf Massenbuch.

Image

Abb. 5: Die Barockkirche von Steinbach besitzt auch eine wertvolle Innenausstattung

Bei der Kreuzung am Ortsbeginn biegen wir nach rechts ein. Nach Durchquerung des Dorfs kommen wir am Ortsende zu einer Dreifachgabelung der Straße. Wir folgen dem Sträßchen geradeaus (in der Mitte), das uns zum Wald hinbringt. Noch immer ist die Markierung „Roter Strich auf weißem Grund“ für uns maßgeblich. Nach knapp 15 Minuten ab Massenbuch schwenkt die Waldstraße nach links. Hier müssen wir auf schmälerem Weg geradeaus gehen. Die Markierung bleibt die gleiche. Unsere Wegrichtung ist immer genau Westen. Zeitweilig kommt man wieder auf ein Sträßchen. Dann geht es auf einem Fußweg bis zur Ruine Schönrain hinunter, bei der man bei einer weiteren Waldstraße ankommt.

Image

Abb. 6: Willkommene Stärkung ist im Steinbacher Hof möglich

Zum Weiterweg orientieren wir uns an den Wegtafeln. Wir folgen dem Fernwanderweg in Richtung Halsbach. Zu der bisherigen Markierung „Roter Strich“ ist nun auch das Zeichen „M“ hinzugekommen. Zunächst auf einem Waldweg an Burgmauern entlang, dann auf Waldsträßchen laufen wir am Hang entlang und hinunter ins Mühlbachtal. Hier halten wir uns links, kommen an der Veitenmühle vorbei und steigen dann hinauf zum Ort Halsbach. Auf der Ortsstraße durchschreiten wir geradeaus das ganze Dorf. Ein Stück nach dem Ortsende bei einer Straßenkurve wandern wir geradeaus mit den beiden Markierungen weiter. 600 Meter später bei einer Heckenreihe schwenkt die Markierung „Roter Strich“ nach links. W i r aber müssen hier geradeaus mit dem Zeichen „M“ weitergehen. Wenn wir den Waldbeginn erreichen und unser Sträßchen nach links weitergeht, müssen wir  geradeaus im Wald auf einem leicht befestigten Weg weitertraben, der bergab führt und dann eine  Linkskurve macht. Bei einer Hochspannungsleitung („M“ am Mast) geht es weiter hinunter. Ein befestigter Weg wird überquert und ein Feldweg bringt uns dann zur Staatstraße Wiesenfeld-Steinbach hin, auf der wir rasch in den Ort Steinbach hineinkommen.

Image

Abb . 7: Abschluss der Wanderung am Marktplatz von Lohr

Wir gehen im Ort nach links weiter und kommen am Schloss (links) und der Kirche (rechts) vorbei. Bei einem leichten Knick der Straße sehen wir dann links einen Wegweiser zum Gasthaus Steinbachhof. In der Buchenbachstraße gehen wir zum Gasthaus hin. Dort folgen wir der Straße rechts. Außer der „M“-Markierung leitet uns jetzt noch die Markierung „Roter Punkt“. Nach dem letzten Haus steigt man noch im Wald geradeaus bergauf, dann verläuft der Weg nach rechts gehend eben in Richtung Sendelbach. Wieder bergab kommt man nach dem Ort Sendelbach und läuft hier in der Wohnstraße geradeaus. Wenn man die Hauptstraße erreicht, geht man ein paar Schritte nach rechts und überquert dann auf der Brücke den Main nach Lohr hinüber. Dort wandert man nach rechts zur Kirche hin (nach links geht es in die Stadtmitte) und folgt rechts der Turmstraße und der Lohrtorstraße. Unten marscbiert man geradeaus am Schloss und der Firma Rexroth vorbei. Bei einem Eiscafe hält man sich links und läuft an einem betonierten Bachbett entlang. Wir befinden uns nun in der Bahnhofstraße. Sie überquert die B 26 Danach geht es rechts weiterhin in der Bahnhofstraße zum Bahnhof Lohr.

Einkehrtipp für die Wanderung zur Ruine Schönrain

Die Einkehrmöglichkeiten an der Strecke sind dünn gesät. Erst nach mehr als drei Stunden erreicht man den

 Gasthof Steinbacher Hof (Buchentalstraße 6 in Steinbach).

Öffnungszeiten: Dienstag ist Ruhetag. Sonst täglich ab 10 Uhr durchgehend geöffnet.

Telefon: 09352.2350.

Internet: www.steinbacher-hof.de

Essen und Trinken: Die Speisenauswahl ist nicht sehr groß, aber vielseitig und interessant. Beispiele: Gemüsekraftbrühe mit verschiedenen köstlichen Einlagen; Dinkel-Gemüse-Pfanne mit Blattspinat, überbacken; Flusszander aus heimischen Gewässern mit Dillkartoffeln; Eierpfannkuchen mit hausgemachter Marmelade; Holzfällersteak; Wildkaninchen auf Wacholderrahm: Wildschweinragout auf Spätzlebrett.

Was probiert wurde, wurde für überdurchschnittlich gut befunden.

Mambo ist Freie Software, die unter der GNU/GPL Lizenz veröffentlicht ist.